Verletzungen der Hand

Komplexe Handverletzungen betreffen meist alle funktionellen Strukturen der Hand. Verletzungsbedingte Amputation von Fingern und besonders des Daumens beeinrächtigen vor allem die Funktion und oft auch die Ästhetik des Kommunikationsorganes Hand. Bei der Rekonstruktion der Handfunktion durch Gewebe- und Knochentransplantation oder bei der Replantation (Wiederanpflanzung) von Fingern oder der ganzen Hand ist die mikrochirurgische Operationstechnik ein unverzichtbares Instrument. Schwerstverletzte Gliedmaßen müssen nicht mehr amputiert werden und können durch die erwähnten Techniken komplett oder zum Teil erhalten bleiben. Damit kann der Invaliditätsgrad vermindert bzw. kann die Arbeitsfähigkeit erhalten werden.

Unverzichtbar ist dabei die postoperative physikalische Therapie, welche einen wesentlichen Prognosefaktor bei der Wiedererlangung der manuellen Integrität darstellt.
Beim Verlust, ähnlich der Situation beim angeborenen Fehlen sämtlicher Finger, kann die verlorengegangene Greiffunktion der Hand durch die Verpflanzung eigener Zehen wiedererlangt werden.

Tiefreichende Verätzungen, Verbrühungen oder Verbrennungen sind häufige Verletzungen an der Hand und werden durch Hauttransplantationen behandelt.