Hand-, Mikro- und Nervenchirurgie

Die Chirurgie der Hand hat in den letzten 15 Jahren durch Einführung neuer, endoskopischer und minimal invasiver, und Weiterentwicklung bereits bekannter Verfahren eine umfangreiche Erweiterung ihrer operativen Möglichkeiten erfahren. Das Aufgabengebiet der Handchirurgie erstreckt sich notwendigerweise auf die gesamte obere Extremität, da hier die Muskeln und Sehnen, Nerven und Blutgefäße verlaufen, welche zur Hand führen, bzw. die Stellung der Hand im Raum steuern. Der Plastische Chirurg kennt den Verlauf und die Funktion der verschiedenen anatomischen Strukturen der Hand und kann sie nach Verletzung oder Erkrankung wiederherstellen. Die am häufigsten durchgeführten Eingriffe betreffen die Behandlung der Dupuytren'schen Kontraktur, der peripheren Nervenkompressionssyndrome, wie das Karpaltunnelsyndrom, die Rekonstruktion des Armnervengeflechts bei Lähmungen sowie Eingriffe bei rheumatischen Erkrankungen und Deformitäten an der Hand.

Den größten Fortschritt bedeutet zweifellos die Verbreitung der Mikrochirurgie mit all ihren Möglichkeiten sowohl bei der Primärversorgung schwerstverletzter Hände als auch im Rahmen sekundär wiederherstellender Eingriffe. Der Rahmen spannt sich hier von der akuten Replantationschirurgie bis hin zum freien funktionellen Gewebetransfer zur Wiederherstellung von Funktion bzw. definitiver Weichteildeckung.