Infotage der ÖGPÄRC zum Thema "Augen, der Mittelpunkt des Gesichts"

12.11.2015

„Ein Blick sagt mehr als tausend Worte“ – wir alle kennen diese Redensart. Das Gesicht gilt als die Visitenkarte des Menschen, die Augen als Mittelpunkt des Gesichts sind dessen Aushängeschild. Da wir ständig in Blickkontakt zu unserem Umfeld stehen, trägt die Augenpartie wesentlich zum berühmten ersten Eindruck bei und ist bei der Beurteilung anderer Menschen von wesentlicher Bedeutung. Im besten Fall unterstreicht bzw. spiegelt die Augenpartie die Persönlichkeit des Menschen wider.

 

Wie ein klarer, offener Blick den Eindruck von Freundlichkeit, Vitalität und Lebensfreude vermittelt, so bewirken durch den natürlichen Alterungsprozess erschlaffte Augenlider, Schlupflider oder Tränensäcke das Gegenteil. Sie lassen den Betroffenen müde, traurig oder älter aussehen und können damit den harmonischen Gesichtseindruck stören. Das äußere Erscheinungsbild stimmt nicht mehr mit dem inneren Gefühlsleben überein. Die Ästhetisch-plastische Chirurgie ist ein Mittel, die optische Erscheinung der eigenen Persönlichkeit wieder anzupassen und so dem Betroffenen zu mehr Selbstvertrauen zu verhelfen. Korrekturen rund um die Augenpartie zählen weltweit zu den häufigsten Eingriffen in der plastisch-ästhetischen Chirurgie. Mit verhältnismäßig sanften Eingriffen kann hier eine große Wirkung erzielt werden.

 

Von 16. bis 20. November 2015 beschäftigen sich nun die österreichweiten Informationstage der ÖGPÄRC genau mit diesem Thema. Wie auch schon bei den vergangenen Infotagen beteiligen sich auch diesmal zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie daran und stellen sich für eine Woche als telefonische Pressekontakte zur Verfügung, um über ihre neuesten Methoden, Behandlungen und Operationstechniken zu informieren.

 

Die Spuren der Zeit

Mit zunehmendem Alter erschlafft das Gewebe des Körpers. Da die Haut im Gesicht besonders dünn und zart ist, schreitet der Alterungsprozess vor allem im Augenbereich schneller und sichtbarer voran als an anderen Stellen des Körpers mit dickerer Haut. Die Elastizität der feinen Haut lässt deutlich nach. Auch Faktoren wie wenig Schlaf, Tabakkonsum, ständiges Blinzeln durch übermäßige Lichtempfindlichkeit oder eine ausgeprägte Mimik spielen eine Rolle und können sich unmittelbar auf die empfindliche Augenpartie auswirken.

 

Schlupflider – ein ästhetisches und/oder medizinisches Problem

Schlupflider und Tränensäcke sind die wohl häufigsten Ursachen für einen operativen Eingriff im Bereich der Augen. Sie entstehen im wesentlichen durch Hautüberschüsse am Ober- bzw. Unterlid oder durch hervortretende Fettpölsterchen. Es handelt sich dabei also um eine Erschlaffung des Ober- oder Unterlids bzw. um einen Überschuss an Haut und Fettgewebe. Diese Veränderungen treten vor allem mit zunehmendem Alter auf, können aber durchaus auch genetisch bedingt sein. Für den Betroffenen sind seine Augenlider oft mehr als nur ein ästhetischer Makel, in besonders schweren Fällen ist sogar eine Beeinträchtigung des Sichtfelds gegeben oder der Patient leidet unter einem ständigen Druck- und Fremdkörpergefühl.

 

Auch bei der Frage nach einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse geht es darum, ob es sich um ein rein ästhetisches Problem handelt oder ob tatsächlich die medizinische Notwendigkeit für einen Eingriff besteht. Von einem medizinischen Problem spricht man etwa, wenn eine Einschränkung des Gesichtsfelds von über 30 Prozent vorhanden ist. Festgestellt bzw. bestätigt werden kann eine solche Perimetrie genannte Gesichtsfeldeinschränkung vom Augenarzt. Andere Indikationen für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse können Lidfehlstellungen oder auch Verwachsungen sein.

 

Kleiner Schnitt, große Wirkung

Lidkorrekturen an Ober- und Unterlid bzw. Lidstraffungen (Blepharoplastiken) finden in der Regel als ambulante Eingriffe bei örtlicher Betäubung statt und dauern lediglich 30 bis 45 Minuten. Überschüssige Haut, Fettgewebe und ggf. das darunter liegende erschlaffte Muskelgewebe werden dabei entfernt und der Schnitt in der natürlichen Umschlagsfalte am Oberlid verborgen. Findet ein solcher Eingriff am Unterlid statt, weil etwa Tränensäcke entfernt werden, verläuft die Naht praktisch unsichtbar entlang des unteren Wimpernkranzes. Fältchen können auf diese Weise beseitigt, Fettgewebe reduziert und Schlupflider entfernt werden. Schon nach wenigen Tagen kann die Naht entfernt werden und bereits nach ein bis zwei Wochen sind Schwellungen und Blutergüsse verschwunden.

 

Oft sind es aber nicht allein die Lider, die dem Betroffenen einen erschöpften oder unzufriedenen Gesichtsausdruck verleihen, sondern der eigentliche Grund liegt bei den Augenbrauen. Sind diese deutlich abgesenkt, kann mit einer Anhebung oder einem Lifting der Augenbrauen die größere Verbesserung bewirkt werden. Im Zuge eines solchen Brauen- oder Stirnlifts können außerdem horizontale und vertikale Falten auf der Stirn und zwischen den Augen geglättet werden, die sich infolge von Hautalterung und einer damit verbundenen Erschlaffung des Gewebes oder durch stetige Muskelanspannung gebildet haben. In manchen Fällen ist auch eine Kombination aus Augenlidplastik und Brauen- oder Stirnlift zielführend.

 

Obwohl solche Eingriffe nun verhältnismäßig kleine Korrekturmaßnahmen sind, können sie einen immensen und deutlich wahrnehmbaren Effekt bewirken, verändern das Gesicht dabei aber nicht grundlegend. Der Gesichtsausdruck wandelt sich von einem besorgten, traurigen oder erschöpften hin zu einem entspannten und offenen Blick. Die Augen wirken wacher und das Gesicht des Patienten bekommt insgesamt einen harmonischen, jugendlichen und vitalen Ausdruck. Das ausgewogene Gesamtbild und die Persönlichkeit des Menschen stehen dabei immer im Vordergrund.

 

Behandlung von Augenringen mit Eigenfett

Die Reduktion von Haut und Volumen ist aber nicht immer die passende Behandlungsmethode, oft bringt vielmehr das gezielte Auffüllen von Gesichtspartien den gewünschten Effekt. Besonders geeignet ist Eigenfetttransfer beispielsweise zur Behandlung dunkler Augenringe. Diese unschönen Verfärbungen sind häufig auf die darunter liegenden Blut- und Lymphgefäße zurückzuführen. Da die Haut der Augenpartie besonders dünn ist und ein entsprechend schwaches Unterhautfettegwebe hat, können diese Gefäße durch die Haut sichtbar sein und durchschimmern.

 

Für eine solche Eigenfettinjektion (Lipofilling) wird erst unter Lokalanästhesie mit einer feinen Kanüle Fettgewebe an Stellen des Körpers mit ausreichend Fettgewebe  – häufig am Bauch oder Gesäß – entnommen und anschließend im Gesicht als Filler verwendet. Vorhandene Augenringe können bereits mit einer sehr geringen Volumenzugabe aufgefüllt bzw. aufgepolstert werden.

 

Einen relativ neuen Ansatz verspricht wiederum die Behandlung mit dem sogenannten Nanofett. Dabei handelt es sich um körpereigenes Fett, das – im Gegensatz zum herkömmlichen Lipofilling – speziell verarbeitet und stark filtriert wird, ehe es an die gewünschte Stelle injiziert wird. Das so gewonnene Filtrat, das keine Fettzellen mehr enthält, besteht danach vorwiegend aus Stammzellen, die eine deutliche Verbesserung der Hautqualität bewirken sollen. Die Haut wirkt praller und ist geglättet. Ziel der Nanofetttransplantation ist also nicht ein Mehr an Volumen, sondern sie macht sich vielmehr die regenerativen Eigenschaften der im Fett enthaltenen Stammzellen zunutze. Vor allem für die Behandlung von Pigmentstörungen und Narben ist diese Technik vielversprechend.

 

Finden Sie hier die vollständige Pressemappe zu den Infotagen!

 

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