k.A.

2003-2005 Dr. med. Manfred Stuffer

1.) Welche Aufgaben, Schritte und Maßnahmen waren während Ihrer Präsidentschaft wesentlich?

Als erster Präsident aus dem niedergelassenen Bereich, der nicht das Umfeld einer universitären Struktur oder großen Abteilung hinter sich hatte, war es notwedig, die Kommunikation zwischen stationären Institutionen und den rein niedergelassenen Kollegen zu verbessern und auf eine neue Basis zu stellen. Die Wahl eines Präsidenten aus dem niedergelassenen Bereich spiegelte auch den Strukturwandel innerhalb der Gesellschaft wider, in der die Zahl selbstständig niedergelassener Kollegen immer mehr zunahm.

 

2.) Was waren die Meilensteine der Plastischen Chirurgie in Ihrer Periode?

In standespolitischer Hinsicht die Installierung und sukzessive Verankerung des "Serviceprojekts für verunsicherte Patienten nach ästhetischen Eingriffen" in der Öffentlichkeit durch das damalige Vorstandsmitglied und den kommenden Präsidenten Doz. Dr. Helmut Hoflehner und damit die Positionierung der Gesellschaft als die kompetenteste Institution in allen Fragen der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Ästhetischen Chirurgie.

 

3.) Welche Position hat die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie innerhalb der Medizin damals wie heute?

Die Plastische Chirurgie war damals und ist heute nach wie vor eines der innovativsten chirurgischen Fächer und die Gesellschaft innehralb der österreichischen Gesundheitsstruktur und auch als internationale Vertretung nach außen unbestritten.

 

4.) Wie wird Ihrer Meinung nach die Zukunft des Faches in den nächsten zehn Jahren aussehen?

Die Plastische Chirurgie befindet sich in einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Fächern, da viele Bereiche des Faches aus Operationstechniken entstanden sind und nicht organspezifisch oder durch Körperregionen definiert sind. Diese Konkurrenz wird sicher noch zunehmen und es stellt eine große Herausforderung dar, das Fach mit dem umfassenden Spektrum zu erhalten, das es derzeit darstellt. Ob das letztlich gelingen wird, bleibt offen.