k.A.

„Interdisziplinarität ist eine Stärke der Plastischen Chirurgie.“
sagt Prim. Dr. Thomas Hintringer, neu gewählter Präsident der ÖGPÄRC

12.10.2011

Anfang Oktober hat die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC) den Oberösterreicher Prim. Dr. Thomas Hintringer zu ihrem Präsidenten gewählt. Ärztliche Ethik, Patientensicherheit und interdisziplinäre Zusammenarbeit werden im Zentrum seiner Tätigkeit stehen.

„Die Plastische Chirurgie fasziniert mich seit meinem Studium. Gerade in diesem Fach sind auf Basis des breiten fachlichen Wissens Kreativität und neue Ideen gefragt, um innovative Lösungen für medizinische Fragestellungen zu finden und damit die Versorgung der Patienten zu verbessern. Das erfüllt mich, schließlich ist Operieren das, was ich gelernt habe, um Menschen helfen zu können.“ sagt Primarius Dr. Thomas Hintringer. Nach dem Studium der Medizin in Innsbruck absolvierte der heute 53-Jährige seine Facharztausbildung am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien und im Zentrum für Schwerbrandverletzte im Krankenhaus am Urban in Berlin. Mehrfache Auslandsaufenthalte zum Beispiel am Institute for Plastic & Reconstructive Surgery in Miami, USA, runden diese Ausbildung ab. Nach dreizehn Jahren als Oberarzt und Abteilungsleiterstellvertreter an der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz wurde der leidenschaftliche Plastische Chirurg schließlich zu ihrem Leiter berufen. Diese Stelle füllt er nun seit 2006 mit großer Freude und vollem Engagement aus. Prim. Hintringer dazu: „Die Barmherzigen Schwestern - heute ein Teil der Vinzenzholding- haben immer schon einen guten Weitblick gehabt und in die Zukunft investiert. Die Plastische Chirurgie hat bei uns einen wesentlichen Platz in der Patientenversorgung und ist stark interdisziplinär orientiert. So ist es mir möglich, meine Visionen umzusetzen.“ Da neben der Begeisterung für das Fach auch die standespolitische Arbeit zu seinen Interessen zählt, ist Prim. Hintringer zusätzlich zu seinem Engagement in der ÖGPÄRC auch Mitglied in verschiedenen internationalen Fachgesellschaften.

Ärztliche Ethik in der Ästhetik
Standespolitische Arbeit über den Tellerrand hinaus ist Prim. Hintringer in Zeiten, in denen ästhetische Eingriffe ein gesellschaftlicher Dauerbrenner sind, wichtig, da er gerade im ästhetischen Bereich besonderen Handlungsbedarf ortet. Er meint: „In der ästhetischen Chirurgie wird es vermutlich immer mehr Menschen geben, die ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden verbessern möchten. Wir müssen dieses verbesserte Wohlbefinden aber auch erreichen. Daher begrüßen wir Fachärzte für Plastische Chirurgie die Bestrebungen des Gesundheitsministeriums strengere und klarere Regelungen für ästhetische Eingriffe einzuführen. Neben solider Ausbildung im Bereich der Rekonstruktiven Chirurgie, fachlichem Wissen, operativem Know-How und einer gewissen Kreativität ist vor allem ethisches Handeln im Sinne unseres Patienten Voraussetzung. Die Etablierung eines Ethikkodex und die Implementierung von Qualitätsstandards für ästhetische Eingriffe auf nationaler und internationaler Ebene sind deshalb zentrale Punkte meiner Amtsperiode.“

Interdisziplinarität ist eine Stärke der Plastischen Chirurgie
Auch fächerübergreifende Zusammenarbeit ist dem erfahrenen Chirurgen ein Anliegen. Er führt aus: “Interdisziplinarität ist eine der Stärken der plastischen Chirurgie, die sich ja in fast allen Körperregionen bewegt. Durch die zunehmende Spezialisierung der Medizin wird das übergreifende Wissen der Plastischen Chirurgen für die anderen Fächer immer wichtiger. Ich sehe die Zukunft der Plastischen Chirurgie als Anbieter ganz spezieller chirurgischer Leistungen in einem breiten Umfeld gemeinsam mit fast allen anderen Fachrichtungen. Das gewährleistet eine ganzheitliche Betreuung der Patienten und gilt für den rekonstruktiven genauso so wie für den ästhetischen Bereich.“ Diese Erweiterung des Berufsbildes sieht Prim. Hintringer als Chance an, sein Fach zum Wohl des Patienten zukünftig noch breiter zu verankern.

 

Über die ÖGPÄRC
Die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie ist die offizielle standespolitische Vertretung der FachärztInnen für Plastische Chirurgie. Jeder Facharzt und jede Fachärztin für Plastische Chirurgie unterzieht sich nach seinem Medizinstudium einer sechsjährigen Ausbildung an einer vom Gesundheitsministerium definierten und zugelassenen Ausbildungsstätte. Aufgrund des extrem breiten Spektrums ist es eine Notwendigkeit und Verpflichtung spezielle Techniken (wie z.B. Hauttransplantationen, Mikrochirurgie) zur Durchführung verschiedenster Eingriffe zu erlernen. Neben dem medizinisch technischen Know-how müssen die Plastischen Chirurginnen und Chirurgen auch über gezieltes psychologisches Einfühlungsvermögen verfügen.

Homepage: www.plastischechirurgie.org
ÖGPÄRC Patienten-Hotline: 0820 820 600.


Nähere Informationen, Interviewanfragen und Fotowünsche:

ÖGPÄRC-Pressestelle:
Fischill PR,
Kochgasse 4, 1080 Wien
Tel. 01/408 68 24-15,
office@fischill.at, www.fischill.at
 

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